Wie geht ………. mulchen?

Unter dem Begriff mulchen versteht man die Abdeckung des (Garten-)-Bodens mit organischem Material. Wie so oft ist auch hier die Natur unser Vorbild. Wenn du dich beim nächsten Waldspaziergang umschaust, wirst du feststellen, dass du nirgendwo nackte Erde entdecken kannst. Entweder es wächst etwas aus der Erde und bedeckt sie so mit seinem Blattwerk, oder herabgefallene Blätter, Nadeln, Moos und Äste decken den Waldboden zu. Ein fortwährender Kreislauf aus Wachsen und Vergehen, wo auch das Vergangene, Abgestorbene einen Sinn hat.

In unseren Gärten ist das oft anders. Dort wird alles Verblühte gezupft, alles Verdorrte abgeschnitten und jedes lose Blatt, das der Wind ins Beet geweht hat, entfernt. Übrig bleibt zwischen den Pflanzen nackte Erde, die Wind und Wetter, Hitze und Kälte ausgesetzt ist und die die Nährstoffe, die die Pflanzen ihr zum Wachsen entziehen, nicht ersetzen kann.

Wenn du die Erde in deinem Garten mit einer Decke aus Mulch zudeckst, schützt du sie – im Winter vor dem Gefrieren (denn das schadet den zarten Wurzeln der Gartenpflanzen) – im Sommer vor dem Austrocknen durch die heiße Sommersonne; durch die Mulchdecke bleibt der darunterliegende Boden viel länger feucht, und du musst viel weniger gießen.

Aber Mulch kann noch mehr: Über das abgestorbene organische Material freuen sich die vielen Bodenlebewesen, die unsere Gartenerde bevölkern; sie verarbeiten alles, und so entsteht daraus fruchtbarer nährstoffreicher Humus, und das ist, was Pflanzen zum Gedeihen brauchen.

Für alle, die nicht gern Unkraut jäten, ist Mulch ein weiterer Pluspunkt: Durch die am besten mehrere Zentimeter hohe Mulchdecke ist es Unkrautkeimen im Boden (und da sind immer welche) zu dunkel und zu dicht, um an die Oberfläche zu gelangen; und sog. Flugunkräuter (Samen von Löwenzahn z.B.) haben es viel schwerer, durch den Mulch hindurch im Boden Fuß zu fassen.

Was kannst du zum Mulchen verwenden? Grundsätzlich eignet sich alles organische Pflanzenmaterial, am besten eine Mischung; verblühte Blüten, Grasschnitt (ohne blühende Unkräuter), Blumenstängel, Blätter, Aststücke. Und davon fällt in einem Garten eine Menge an.

Je kleiner das Material ist, wenn du es auf die Erde packst, umso schneller wird es verrotten und die Erde fruchtbar machen. Ich bin manchmal richtig wild darauf, Pflanzen herunterzuschneiden und Blätter zusammenzusammeln, damit ich wieder ein freies Fleckchen Erde mulchen kann, was ich entdeckt habe.

Pro Tipp: Wenn ich verblühte Stauden abschneide oder abgeblühte einjährige Sommerblumen herausziehe, werfe ich einfach (bis auf dickere Zweige) alles auf die Wiese und fahre anschließend mit dem Rasenmäher darüber. Und schon habe ich prima zerkleinertes Material zum Mulchen. Turbo-Kompostierung sozusagen.

In meinen Augen ist fortwährendes Mulchen mit das Beste, was du für deinen Gartenboden und deine Blumen tun kannst. Probier es doch mal aus.

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