Wie geht ………. Kompost?

Die Kompostierung ist ein natürliches Verfahren zur Verwertung organischer Abfälle in Haushalt und Garten. Statt Obst- und Gemüseschalen, verdorbenes Obst und Gemüse oder verblühte Blumen in den Müll zu werfen, werden sie an einem Ort gesammelt und sich selbst überlassen. Das geht ideal draußen im Garten einfach auf einem Haufen, in einem Gestell oder in einem geschlossenen Kompostbehälter; es funktioniert aber auch auf dem Balkon oder im Haus in einer Wurmkiste.  

Die Natur macht es uns vor. Sie arbeitet in Kreisläufen. Pflanzen brauchen Nährstoffe zum Wachsen, Blühen und um Früchte zu tragen; diese Nährstoffe entziehen sie dem Boden. Verblühtes und abgestorbenes Pflanzenmaterial verrottet, es wird von Kleinstlebewesen wieder zu Humus, fruchtbarer Erde, umgewandelt. Dasselbe passiert in einem Komposthaufen. Alle organischen Substanzen, die wir dort hineingeben, werden im Laufe der Zeit zu Humus, zu Nährstoffen, die wir dem Gartenboden zurückgeben können.

Kompost nützt also dem Boden, und das auf mehrfache Art: Er ist ein vollkommen natürlicher Universaldünger. Er verbessert zudem die Bodenstruktur; schwere, lehmige oder tonige Böden werden aufgelockert und durchlüftet und verdichten nicht mehr so stark. Leichte, sandige Böden  können Regen- und Gießwassser besser speichern. Noch nicht ganz fertiger, sog. unreifer Kompost kann als Mulch auf Beete aufgebracht werden und schützt sie vor Unkraut und Witterung, während er gleichzeitig weiter verrottet und zu Humus wird.

Kompostieren ist ganz einfach; du brauchst keine Wissenschaft daraus zu machen (kannst du natürlich, dann wird es noch perfekter 😊): Du suchst dir im Garten einen etwas abgelegenen Platz aus, an dem du dein Gestell oder deinen Kompostbehälter aufbaust; Kontakt zum Gartenboden ist hierbei wichtig (Bodenlebewesen!). Von nun an wirfst du alle organischen Abfälle aus dem Garten und dem Haushalt hinein. Das sind z.B. Stauden- und Strauchschnitt, Verblühtes, auch etwas Grasschnitt ab und zu, rohe Obst- und Gemüseschalen und -reste, verblühte Topfpflanzen samt Erdballen, verblühte Blumensträuße, Eierschalen und -kartons ohne das beschichtete Papier. Je zerkleinerter die Abfälle sind, umso schneller verrotten sie; wichtig ist eine gute Mischung von allem.
Du kannst den Kompost zwischendurch auch mal ein bisschen durchmischen.
Zubereitete Küchenabfälle oder Fleisch gehören übrigens nicht in den Kompost, sie ziehen unerwünschte Tiere an.


Es dauert ganz schön lang, bis so ein Komposthaufen/-behälter voll ist; dann wendest du ihn einmal, das Unterste kommt dadurch ganz nach oben und umgekehrt. Und wartest, bis er fertig ist.
Ich nehme mir einmal im Jahr eine Schubkarre, lege ein Gitter darauf und siebe den Kompost (der dann noch recht grob ist) durch. Was oben auf dem Sieb bleibt, bildet die Grundlage für den neuen Kompost, in der Schubkarre liegt wunderbare braune Erde, die ich im Garten verteile. Voilà.

Kompostieren ist eine tolle und unkomplizierte Möglichkeit, durch Abfallverwertung weniger Müll zu produzieren und zugleich dem Boden wichtige Nährstoffe zurückzugeben.

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